Twitter – losgeflapst und rumgeflauscht

Screenshot von TwitterIch muss es einfach mal sagen: Twitter ist toll. Nicht weil ich dort mit Volker Beck und Boris Becker debattieren und fachsimpeln kann, sondern weil ich hier immer wieder etwas erlebe, was sich sonst nur in bierseeligen Kneipensituationen ergibt. Das schnelle und spontane Geschnatter.

Ich sitze im Zug, der Tag war lang und eigentlich ist nichts los. Wie viele andere Leute daddele ich also auf meinem Smartphone rum. Mehr oder minder kluger Buchstabensalat rutscht mir aus den Fingern und gleitet via UMTS – wenn es denn da ist – in die Twitter-Welt. Vieles verpufft, einiges lese ich vielleicht selbst nochmal, doch manchmal verfängt auch etwas.

Besonders schön wird es, wenn sich spontane Gespräche entspinnen. Alles was es dazu braucht, ist irgendein Anlass. Sei es dieser Tage die Fußball-EM, die Wiederentdeckung der Sprachwissenschaft oder die Spargelfahrt der Seeheimer in der SPD. Irgendwas ist immer.

Und schon wird losgeflapst.

Alles was es braucht ist ein Animations-Tweet. Das Rezept dafür ist recht simpel: Man nehme ein Thema, dass von bekannten Twitterfanatikern gerade erlebt bzw. mitverfolgt wird, stelle eine steile These in den Raum und garniere das Ganze mit etwas zu schleimigen Geflausche.

Schiebt man das gerade geschnürte Tweet-Paket dann noch über die allseits bekannte Parteigrenze, steht dem lustigen Geschnatter nichts mehr im Wege.

Das hat definitiv mehr Unterhaltungswert als eine Runde Angry-Birds und ist manchmal sogar sinnvoller als die Textarbeit an einem SPIEGEL-Artikel. Was man halt im Zug sonst so macht.

In diesem Sinne: Schön, dass es Twitter gibt. Schön, dass Ihr alle da seid und ich freu mich auch mal wieder auf ein Real-Time-Kneipengespräch. Muss aber nicht sofort sein. Denn jetzt fahr ich nach Hause.

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