Neunzehn Frankfurter Thesen

Neunzehn Frankfurter Thesen anlässlich des Theaterstücks „Wetterleuchten“ vom Theater Frankfurt

von

Claus Junghanns (CDU)
Alena Karaschinski (Bündnis 90/Die Grünen)
René Wilke (Die Linke)

Frankfurt (Oder), 25. April 2017

Stadtansicht Frankfurt (Oder)

Vorwort: In fünf Abenden haben wir, ausgehend von unseren Erfahrungen, Haltungen und Sichtweisen gemeinsame Thesen entwickelt. Anlass war die Anfrage vom Regisseur des Theaters Frankfurt, Frank Radüg. Er bat uns, angelehnt an die Gedanken Luthers zu den Themen seiner Zeit, um gemeinsame Thesen zur heutigen Zeit. Diese wird er zur Aufführung des Stücks „Wetterleuchten“ nutzen.

Entstanden sind neunzehn Frankfurter Thesen: zu unserer Stadt, zu Politik und zu unserer Sicht auf die Dinge.

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Wanderung im Schlaubetal #darumBrandenburg

Vor einiger Zeit habe ich einen Urlaubstag genutzt, um das südlich von Frankfurt (Oder) liegende Schlaubetal zu erkunden. Das Schlaubetal und der dazugehörige Naturpark verdanken ihren Namen der Schlaube, die sich auf fast 30 km Länge in einem Wechsel aus Teichen, Seen und Schluchten durch Ostbrandenburg schlängelt.

IMG_20170426_153753_058Das Schlaubetal ist bereits seit vielen Jahren als Naturschutzgebiet und Wanderparadies bekannt und ich habe mir für eine rund dreieinhalbstündige Tour den nördlichen Abschnitt vorgenommen. Von der Ragower Mühle aus bin ich auf dem Schlaubewanderweg Richtung Süden marschiert. Ruhiger Wald, kleine Lichtungen und Sümpfe prägen hier die Landschaft, während die Schlaube leise und oft versteckt im Dickicht gen Norden plätschert.

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Warum Kleist nicht rosa trägt

Zum Weltfrauentag haben die Grünen unter dem Motto „Männer haben Denkmäler – Frauen haben Zukunft“ zahlreiche Statuen berühmter Persönlichkeiten in ganz Deutschland mit einer sogenannten Pussy-Hat-Mütze verziert, um auf die bestehende Ungleichheit von Frauen und Männern hinzuweisen. Dass die Grünen dafür historische Persönlichkeiten mit ihren Protestmützen schmückten, verstehe ich mal als augenzwinkerndes Zugeständnis, dass es im Jahre 2017 in Deutschland schon ganz gut um die Gleichstellung steht. Aber das nur am Rande.

Kleist-Denkmal in Frankfurt (Oder)

In meiner Heimatstadt Frankfurt (Oder) trafen sich die örtlichen Grünen am Frankfurter Kleist-Denkmal. Leider gab es im anschließenden Artikel im Lokalteil der Märkischen Oderzeitung ein kleines Missverständnis, das ich gern gerade rücken möchte. Denn auch wenn das Denkmal unserem wohl berühmtesten Sohn der Stadt gewidmet ist und seit 107 Jahren seinen Namen trägt, ist der leicht bekleidete in Bronze gegossene Herr, der am vergangenen Mittwoch im Gertraudenpark mit einer farbenfrohen und politisch motivierten Wollmütze versehen wurde, eben keine lebensechte Nachbildung des in Frankfurt (Oder) geborenen Dichters Heinrich von Kleist.

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Warum Brandenburg? #darumBrandenburg!

Ich gebe zu, meine Zuneigung zu meiner Brandenburger Heimat hat manchmal sehr spezielle Züge. Ausgerüstet mit meinem Smartphone und immer hungrig auf die kleinen Besonderheiten zwischen Oder und Elbe, zwischen der Lausitz und dem Ruppiner Land, streife ich durch meine Heimat und sauge Vieles auf, was dem Durchreisenden meist verborgen bleibt oder bewusst ignoriert wird, um es dann bei Facebook, Twitter und Instagram unter dem Hashtag #darumBrandenburg zu veröffentlichen.

Warum mache ich das?

Park Steinhöfel

Eigentlich ist es ganz einfach: Ich möchte meine Begeisterung teilen. Denn Brandenburg ist ein wunderschönes Eckchen Deutschland. Oft provinziell, gern etwas karg aber immer einladend, wenn man bereit ist, den Blick im richtigen Moment zu weiten und das Besondere zwischen dem vielen Alltäglichen zu entdecken. Das ist nicht immer leicht und auch ich musste diese Kulturtechnik des genauen Hinschauens bei größtmöglichem Weitblick – ja, so kompliziert ist es – erst lernen.

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Zeiten des Umbruchs – Ein Liederabend in Frankfurt (Oder)

Die Bühne ist schlicht gehalten. In der Mitte befindet sich ein einfacher Laufsteg, gezimmert aus Paletten und simplen Platten aus dem Baumarkt. Rechts steht ein altes Radio auf einem runden Tisch und wird von einer Lichtsäule gehalten. Links steht ein Klavier, davor der Hocker. Fertig.

Das „Moderne Theater Oderland“ hat zur musikalischen Zeitreise geladen. Es geht knapp 100 Jahre zurück. In die 20er und 30er des 20. Jahrhunderts. In die Zeiten überschwänglichen Genusses und tiefer politischer Stürze.

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