Leberwurst vom Etzdorfer Hoffleischer – Ein Traum

Ein Glas "Hausschlachtene Leberwurst"Nach den kulinarischen Festtagen mit Enten, Gänsen, Rinderrouladen und vielen anderen Gaumenfreuden fällt die Rückkehr in die Versorgungsrealität manchmal schwer. Wenn das vermeintlich banale aber ein Hochgenuss ist, muss das Ende der Weihnachtsfeiertage nicht zum bösen Erwachen vor dem tristen Kühlschrank werden. Mein Rezept: Die „Hausschlachtene Leberwurst“ aus der Etzdorfer Hoffleischerei.

Als geborener Thüringer, den es mittlerweile ins auch schöne aber kulinarisch nicht so aufregende Brandenburg verschlagen hat, habe ich eine gewisse Grundaffinität zu deftiger Hausmannskost. Wurst und Fleisch spielen da eine sehr große Rolle. Nur wenig geht über eine Ente mit Klößen und Rotkohl oder die im grünen Herzen Deutschlands allgegenwärtige Wurst vom Grill, die Einheimische und wir Ausgewanderte liebevoll „Roster“ nennen.

An der Blogparade von Uli über regionale Leckereien beteilige ich mich aber mit einem Erzeugnis, das mir nicht nur schmeckt sondern auch immer ein Wurstbrot voller Identität bereithält. Die Leberwurst. Zutaten sind laut Glas-Aufdruck Schweinefleisch (51%), Schweinleber (19%), Speck, jodiertes Kochsalz und Gewürze. Welche Gewürze das sind, bleibt das Geheimnis des Fleischers.

Die Leberwust gibt es im Glas oder im Naturdarm. Letztere wiederum entweder roh oder geräuchert. Einen Favoriten habe ich bei diesen drei Darreichungsformen nicht. Lecker sind sie alle. Am besten schmeckt die Wurst auf einem frischen Vollkornbrot. Wichtig: KEINE Butter darunter. Die Wurst hat mehr als genug Fett. Wenn der Wunsch besteht, kann das Wurstbrot auch noch mit etwas Senf bestrichen werden.

Leberwurstbrot auf dem HolzbrettEin besonderer Leckerbissen ist die „Hausschlachtene Leberwurst“ auch zu Pellkartoffeln. Denn hier entfaltet sich der Geschmack besonders gut. Da keine großen Rezepte gewälzt werden müssen (Kartoffeln kochen und anschließen schälen, Leberwurst dazu, fertig) ist dieses Mahl eine wunderbare Ergänzung in der Junggesellenküche, die sonst nur zwischen Nudeln mit Soße und Rührei pendelt.

Wer die Wurst nun einmal selbst genießen will, den lade ich ein, nach Etzdorf zu fahren, dort zu einem leckeren „Rostbrätel“ in der Hofschenke einzukehren und anschließend in der Hoffleischerei ein Glas Leberwurst zu kaufen. Etzdorf liegt dicht an der A9 (Abfahrt „Droyßig“ oder „Eisenberg“) und eignet sich wunderbar als Zwischenstopp auf der Fahrt von Berlin nach München.

Hofschenke und Fleischerei werden von der Agrargenossenschaft Buchheim-Crossen betrieben. Wer länger bleiben will, kann sich auch im angeschlossenen Naturhotel einquartieren und die eine oder andere Reitstunde nehmen. Die Agrargenossenschaft wirbt mit dem Slogan „Wir garantieren Transparenz vom Acker über den Stall bis in die Theke!“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

4 Gedanken zu „Leberwurst vom Etzdorfer Hoffleischer – Ein Traum

  1. Trefilow

    Ein Hallo aus Dresden an das Kollektiv der Etzdorfer Hoffleischerei. Eine liebe Freundin aus unserem Haus (Frau Kern) hat uns mal von den leckeren Wurstkonserven kosten lassen. Prima und so was von lecker!!!!! Schade, dass man bei Ihnen nichts im Internet bestellen kann. Wir wären Ihre besten Kunden. Weiterhin für Ihr gesamtes Kollektiv alles Gute und viel Gesundheit wünscht Familie Trefilow

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  2. Pingback: Auswertung Blogparade “Regionale Lieblingsprodukte” | Uli's Welt

  3. Uli

    Danke für deinen Beitrag. Ich habe heute morgen eine ähnliche Leberwurst von einem Bio-Hof gegessen, allerdings mit Lamm und Wild. Gewürze wurde dort auch nicht näher definiert und irgendwas war dabei, was mir nicht so schmeckt. Schade.

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