SPIEGELonline und Charlotte Roche

Morgen ist es endlich soweit. Nach dem Bestseller Feuchtgebiete bring Charlotte Roche ihren Folgeroman heraus. Dieser heißt Schoßgebete und ist ab morgen bestellbar bzw. im lokalen Buchhandel des Vertrauens zu erstehen.

In einem Artikel auf SPIEGELonline las ich dazu kürzlich unter dem Titel “Alle bei Facebook, außer Charlotte” einen beeindruckenden Teaser:

YouTube-Trailer, Viralmarketing, Fanpage bei Facebook: All das gehört inzwischen dazu, wenn Buchverlage Bestseller landen wollen. Umso überraschender, dass ausgerechnet der neue Roman von “Feuchtgebiete”-Autorin Charlotte Roche ohne all das auskommt.

Doch als heute noch ein Text auf der SPIEGEL-Startseite zu diesem Thema erschien, klickte ich mal weiter. Ergebnis meiner 10 Sekunden Kurz-Recherche ist, dass auf der SPIEGEL-Startseite seit Sonntag jeden Tag ein Artikel zu diesem Buch auf der Startseite erschienen ist:

Das riecht ein wenig nach bezahltem redaktionellen Inhalt und ist im Prinzip nicht verwerflich. Aber auch SPIEGELonline sollte solche Werbung kennzeichnen, wenn es eine solche ist. Vielleicht ist aber alles auch nur Zufall.

Ich bin gespannt, wie morgen über das Buch berichtet wird. Wahrscheinlich mit einem LiveTicker von der Vorstellung des Buches :-)

Ein Gedanke zu “SPIEGELonline und Charlotte Roche

  1. Es ist wie im Boulevard: Sie wissen, was sie aneinander haben. Mit SPON nach oben, mit SPON nach unten. So wird es künftig im Onlinejournalismus funktionieren. Sicher ist auch etwas SEO mit im Spiel. Wenn das Buch erstmal da ist, dann werden die Leute danach googlen und beim SPON landen. Das ist schon schlimm genug.

    Die Berichterstattung nervt. Aber bezahlt wird SPON dafür ganz sicher nicht.

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